Canon EOS M5

Canon hat sich von den spiegellosen Systemkameras doch nicht verabschiedet. Das neuste Modell dieser Reihe trägt den Namen Canon EOS M5 und erscheint mit einem 24,2 Megapixel APS-C Sensor, einem elektronischen Sucher und unterstützt Dual Pixel Autofokus. Das hört sich auf den ersten Blick nach einer spannenden Alternative zur Sony A6300 an – doch vielmehr ist es eine spiegellose Version der Canon EOS 80D. Videos in 4K kann die M5 nämlich nicht aufnehmen.

Eine wichtige Neuheit im Vergleich zum Vorgänger ist der elektronische Sucher. Hierbei handelt es sich um ein OLED-Display mit 2,36 Millionen Pixeln. Wenn man durch den Sucher schaut, blickt man also auf einen kleinen Bildschirm und nicht direkt durch das Objektiv. Der Vorteil: Man sieht direkt, ob die Belichtung richtig eingestellt ist – es ist letztendlich das gleiche, was man im Live View Modus zu sehen bekommt.

Wer nicht so gerne durch einen Sucher schaut, kann natürlich weiterhin das normale Display benutzen. Dieses ist 3,2 Zoll groß und lässt sich herausziehen, damit man von oben und unten gut darauf schauen kann. Wer mag kann das Display sogar ganz nach unten klappen – ein Selfie-Modus? Ein etwas seltsamer. Wenn die Kamera auf einem Stativ steht, sieht man das Display nicht mehr richtig.

Die 24,2 Megapixel Fotos werden von einem DIGIC 7 Bildprozessor bearbeitet. Man kann bis zu 7 Bilder pro Sekunde aufnehmen, doch 4K Videos unterstützt die Canon M5 leider nicht. Stattdessen kann man nur mit 1080p und 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Wie mit der Canon 80D.

Ist die M5 trotzdem gut für Videos geeignet? Sicherlich, zumindest wenn ihr nicht in 4K aufnehmen wollt. Dank des Dual Pixel Autofokus und des Touchscreens könnt ihr die M5 genauso wie eine 80D benutzen. Es wird jetzt sogar Fokus Peaking unterstützt, das ist beim manuellen fokussieren praktisch. Für Videoaufnahmen gibt es auch einen elektronischen Bildstabilisator.

Canon EOS M5 Objektive

Canon EOS M5 mit Objektiv

Zusammen mit der Kamera hat Canon ein neues EF-M 18-150mm Objektiv vorgestellt, das eine variable Blende von f/3.5 bis f/6.3 und einen vierfachen, optischen Bildstabilisator bietet. Damit gibt es jetzt insgesamt sieben Objektive für den EF-M Anschluss. Wer mag kann mit einem Adapter aber auch klassische Objektive von Canon an die M5 anschließen.

In Deutschland erscheint die EOS M5 im November zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1129 Euro. Das ist viel Geld für eine Spiegellosekamera mit APS-C Sensor und ohne 4K-Unterstützung.

Hier ein Werbevideo zur neuen Kamera von Canon:

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